RUB »AG NaVeFo

News

Selbstständige Mobilität von Kindern – neues Projekt, große Resonanz

Gleich drei positive Antworten auf ihre Beiträge zu Call for Papers bekamen die RUB-Geographen Björn Frauendienst und Dr. Andreas Redecker innerhalb der letzten Wochen. Ermöglicht haben dies die vielseitigen Ergebnisse des Projektes „Selbstständige Mobilität von Kindern“, welches von ihnen mit Finanzierung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats von Dezember 2009 bis Dezember 2010 durchgeführt wurde. Ziel des Projektes war es, die noch heute viel zitierte Studie „One False Move – A Study of Children’s Independent Mobility“ von Mayer Hillman, John Whitelegg und John Adams aus dem Jahr 1990 fortzuschreiben. In Kooperation mit dem Policy Studies Institute der University of Westminster wurden in Deutschland und England Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren nach ihrem Verkehrsverhalten befragt, sowie von deren Eltern Erlaubnisse und Restriktionen der kindlichen Mobilität in Erfahrung gebracht. Viele der so offen gelegten Forschungsfragen werden von Björn Frauendienst im Rahmen seines Dissertationsvorhabens nähergehend untersucht. Im Rahmend des neuen Forschungsprojektes werden mit einem qualitativen Ansatz Erklärungen dafür gesucht, warum sich das Verkehrsverhalten der Schüler an zwei Schulen der Vorgängerstudie in zwei sehr extreme Richtungen verändert haben.
Auf den anstehenden Tagungen werden unterschiedliche Teilaspekte der Projektergebnisse vorgestellt. Zusammen mit Dr. Andreas Redecker stellt Björn Frauendienst auf der Jahrestagung der Urban Commission der International Geographical Union vom 14. – 20.08.2011 in Canterbury, sowie auf der Jahrestagung der Royal Geographical Society (31.08. – 02.09.2011, London) die allgemeinen Projektergebnisse, sowie die Implikationen für weitere theoretische Diskurse vor. Zusätzlich wird Björn Frauendienst auf der European Transport Conference in Glasgow (10. – 12.10.2011) darüber referieren, welche Implikationen die Forschungsergebnisse für die Beurteilung der Verkehrssicherheit für Kinder in Deutschland haben.